O/E/S

Holzregale und Möbel in einem Raum, mit unterschiedlichen Holzarten und Oberflächen

I II
Ordnung

Ordnung bezeichnet in diesem Zusammenhang die strukturierte Anordnung von Elementen nach klaren, nachvollziehbaren Prinzipien. Sie entsteht, wenn Teile eines Ganzen in definierten Beziehungen zueinander stehen – hinsichtlich Maß, Ausrichtung, Abstand und Hierarchie.

Diese Beziehungen ermöglichen Lesbarkeit und Orientierung. In der Gestaltung zeigt sich Ordnung dort, wo Proportion, Rhythmus und Gliederung so aufeinander abgestimmt sind, dass ein konsistentes Gesamtbild entsteht. Sie ist damit nicht nur ein ästhetisches Merkmal, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Funktionalität, Verständlichkeit und Dauerhaftigkeit.

Ein moderner Einbauschrank mit weißen Türen und Holz-Details, darunter eine offene Nische mit zwei Ablagebrettern und einem schwarzen Behälter.

I II
Eurythmie

Moderner Holz- und Melamin-Möbelstück mit offenen und geschlossenen Fächern, auf einer weißen Wand montiert.

Eurythmie bezeichnet das ausgewogene Zusammenspiel von Bewegungen, Abfolgen und Spannungsverhältnissen innerhalb eines Ganzen. Sie entsteht, wenn Elemente in ihrer Wirkung aufeinander abgestimmt sind und eine Abfolge bilden, die weder starr noch beliebig erscheint. Dabei geht es ähnlich wie in der Musik um ein fein austariertes Verhältnis von grundlegendem Thema, Variation und Wiederkehr.

Holzlatten und Holzrahmen an einer Wand befestigt, weißer Hintergrund.

I II
Symmetrie

Offene Schubladen in einer weißen Küchenschublade mit Holzgriffen, oberhalb eine schwarze Arbeitsfläche.

Symmetrie beschreibt die Anordnung von Teilen durch Spiegelung, Drehung oder Wiederholung entlang einer Achse oder um einen Mittelpunkt. Diese Form der Übereinstimmung erzeugt Stabilität und eine eindeutige Lesbarkeit der Struktur. In der Gestaltung wird Symmetrie eingesetzt, um Ausgewogenheit und Konzentration zu erreichen. Sie verleiht einem Gefüge eine innere Geschlossenheit und unterstützt die präzise Wahrnehmung seiner Ordnung.

Ein durchdachter Schnitt

Der Riftschnitt. Er ordnet die Maserung, bringt Ruhe in die Fläche, schafft gleichmäßigen Rhythmus und macht Balance spürbar. Riftholz bezeichnet Holz, das aus dem Stamm so geschnitten wird, dass die Jahrringe möglichst senkrecht zur Brettoberfläche stehen. Dadurch entsteht ein sehr ruhiges, gleichmäßiges Maserungsbild mit feinen, parallel verlaufenden Linien. Kein dekorativer Effekt, sondern das Ergebnis einer konsequenten Haltung.

Boris
Kalter

Porträt eines Mannes mit Brille im Freien vor Bergen, mit grünem Wasser und Bäumen im Hintergrund.

Boris Kalter steht für eine klare, strukturorientierte Auffassung von Handwerk: Ausgebildet im klassischen Schreinerhandwerk, entwickelte er über die Jahre eine zunehmend konzeptionelle Herangehensweise. Aus seiner tiefen Beziehung zur Natur entsteht ein fundiertes Verständnis für das Material. Dieses verbindet er durch präzise Ausführung und die Anwendung von gestalterischen Prinzipien wie Ordnung und Proportion zu einer eigenständigen Haltung.

2004 – 2006 Ausbildung 

2006 – 2009 Schreinergeselle 

2009 – 2010 Meisterausbildung

2011 – 2015 PL Innenausbau

2015 – 2018 PL Holzrausch München

2018 – 2020 Küchengestaltung im Werkhaus

2020 – 2022 PL Kintscher Sachsenkam

2022 – 2026 Eigenständiger Gestalter

Nahaufnahme eines modernen Holzmoobals, das aus zwei Teilen besteht, mit einer glatten, halbkreisförmigen Oberfläche in dunkler Farbe.